Suchen

Heftiges Unwetter in Hamburg

Heftiges Unwetter in Hamburg – zwei Tote Umgestürzter Baukran liegt auf einem Haus und auf Autos Ein Unwetter hat am Montagabend in Hamburg zwei Menschen getötet und schwere Verwüstungen in der Hansestadt angerichtet. Wie NDR 90,3 berichtet, raste eine Windhose durch den Süden der Stadt. Auf einer Baustelle im Harburger Binnenhafen brachte sie drei der vier Kräne zum Umsturz. Die Kranführer der beiden noch besetzten Baugeräte starben. Ein Kran zertrümmerte das Dach einer Lagerhalle, der zweite stürzte auf die Baustelle. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Zahlreiche Stromausfälle Sturmschäden im Hamburger Stadtteil Moorwerder Der Sturm richtete auch in Moorwerder, Marmstorf und den Vier- und Marschlanden schwere Schäden an, deckte Dächer ab und entwurzelte Bäume. Die Feuerwehr löste einen Großalarm aus. "Wir haben im Moment so ziemlich alles auf der Straße, was wir aufbieten können", sagte ein Sprecher am Abend. Durch die Windhose wurden nach Angaben der Feuerwehr zahlreiche Hochspannungsleitungen zerrissen. Vielerorts im Süden der Hansestadt fiel der Strom aus. Ohne Elektrizität waren etwa das Allgemeine Krankenhaus Harburg und das Schiffsmeldewerk, das die Position der meisten Schiffe in Norddeutschland überwacht. Im Krankenhaus stellte die Feuerwehr mit Generatoren die Stromversorgung sicher.

Bahnverkehr blockiert, Ampeln ausgefallen Auch der S-Bahn-Verkehr brach am Abend südlich von Harburg vollständig zusammen. Die Strecke zwischen Hammerbrook und Neugraben war gesperrt. Der gesamte Regional- und Fernbahnverkehr Richtung Süden war am Abend ebenfalls blockiert, berichtete NDR 90,3. "Der Westen Hamburgs ist noch glimpflich davon gekommen, betroffen sind hauptsächlich der Süden und Osten", sagte Feuerwehr-Sprecher Thorsten Grams. Dort sorgte das Unwetter nach Angaben der Rettungsdienste für "totales Chaos". In der Innenstadt fielen zahlreiche Ampeln aus, so dass der Verkehr stellenweise zum Erliegen kam. Zudem liefen in mehreren Stadtteilen die Keller voll. Wegen mehrerer Unfälle war auch die Polizei im Dauereinsatz. Stand: 27.03.2006 21:21

Möchtest Du antworten?